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Gefährden Talkshows unser Zusammenleben?

9. Juni 2018

Deutschland leistet sich eine sogenannte Vielfalt an Talkshows. Doch wie vielfältig sind diese Formate und warum gibt es jetzt starke Kritik an den Sendeformaten?

Wer kennt sie nicht, Maischberger, Plasberg, Anne Will, Markus Lanz, et cetera.

Welche > medienpsychologische Funktion haben diese Formate? Sogenannte Medienwirkungsforschung und Mediennutzungsforschung versuchen hier Aufklärung zu finden. Was haben diese Formate mit > Erziehungsjournalismus zu tun? Ein Begriff, der momentan den Begriff > Lügenpresse ersetzt?

Der > deutsche Kulturrat erwähnt eine einjährige Pause für Talksendendungen in Bezug auf Integrationsbemühungen.

Olaf Zimmermann sagte: „Mehr als 100 Talkshows im Ersten und im ZDF haben uns seit 2015 über die Themen Flüchtlinge und Islam informiert und dabei geholfen, die AfD bundestagsfähig zu machen. Die Spaltung der Gesellschaft hat seit 2015 deutlich zugenommen. Quelle: https://www.kulturrat.de/pressemitteilung/auszeit-ein-jahr-talkpause-im-ersten-und-im-zdf/

Es scheint also, als sei die Kritik des Kulturrates nichts weiter, als die Kritik an der Flüchtlingspolitik im Gesamtbild zum Thema Medien. Das Gesamtbild deutet auf eine Pädagogisierung der Gesellschaft, die allerdings einen Zustrom in dieser Größenordnung nicht wünscht.

Die Erfindung der Willkommenskultur

Eine Studie untersucht die Rolle der Medien während der Flüchtlingskrise. Das erschreckende Ergebnis: Die Medien machten sich zum Sprachrohr der politischen Elite und ignorierten die Sorgen der Bevölkerung. Die Folgen sind verheerend, nicht nur für den Journalismus. Quelle: https://www.cicero.de/kultur/medien-und-fluechtlinge-die-erfindung-der-willkommenskulturcero.de

Legt man den Beigeschmack einer thematischen ‚Islamisierung‘ der Talkshows beiseite, so werden dennoch Fragen zur Machart der Formate deutlich. Bereits 2017 hat der WDR- Rundfunkrat Formate kritisiert:

„hart aber fair“ von und mit Frank Plasberg und „Maischberger“, meinen die Rundfunkräte, setzten „nach wie vor zu häufig auf populistische Reizthemen“.

Quelle: http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/medien/wdr-rundfunkrat-kritisiert-maischberger-und-plasberg-15308511.html

Es kommen auch Stimmen auf, die die > Produktionsfirmen hinter den Formaten kritisch sehen. Private Produktionsfirmen bei Plasberg, Maischberger und Co. ? Kritik zu ARD und ZDF gibt es auch hier. Frei produzieren ist gut, auf Kosten der Beitragszahler einseitige Formate zu liefern nicht in Ordnung!

Es bleibt ein fahler Beigeschmack von Manipulation vieler TV-Formate.

AngstWiderstand

Bild, Quelle: Wissenschaftsdoku – German Angst, Risiko oder Chance? 3sat.de

Auf heise.de erscheint ein Beitrag zu einer Studie der Otto-Brenner-Stiftung:

Medienarbeit zur „Flüchtlingskrise“: Überhebliche Pädagogik prägt Information

(…) Die Studie geht erstmals der Berichterstattung zur sogenannten Flüchtlingskrise im Detail nach: Dazu wurden insgesamt weit über 30.000 Medienberichte erfasst – und insbesondere für einen gut zwanzigwöchigen Zeitraum, in dem sich im Jahr 2015 die Ereignisse überschlugen, rund 1.700 Texte analytisch ausgewertet. Im Fokus der innovativen Untersuchung stehen Printleitmedien wie FAZ, SZ, Welt und Bild, über achtzig verschiedene Lokal- und Regionalzeitungen sowie die reichweitestarken Onlinemedien focus.de, tagesschau.de und Spiegel Online.

Quelle: https://www.heise.de/tp/features/Medienarbeit-zur-Fluechtlingskrise-Ueberhebliche-Paedagogik-praegt-Information-3780338.html

Es gilt wohl festzuhalten. Menschen, die wegen Krieg (oft durch > Rüstungsexporte ermöglicht) fliehen müssen, um ihr Leben zu schützen, sind Flüchtlinge und bekommen Asyl. Alle anderen Menschen, die auf dieses Boot aufspringen und somit wohl klar Wirtschaftflüchtlinge sind, sollten auch von Medien und Journalismus klar unterschieden werden. Tägliche Gewalt durch sogenannte Flüchtlinge und Asylmissbrauch führen in eine gefährliche Richtung, die klar härteres Vorgehen fordert. Journalismus und TV-Formate können dieses europäische ‚hart werden‘ als Reaktion nur verhindern, wenn sie transparent und nicht stur pädagogisierend, monoton berichten.

Wir vermeiden hier ausdrücklich die politischen Begriffe ‚links‘ und ‚rechts‘, da wir der Meinung sind, dass dies eine sogenannte ‚Teile und Herrsche‘ Politik fördern kann.

Think about!

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One Comment leave one →
  1. http://world-net-news.com permalink*
    9. Juni 2018 19:49

    Carolin Emcke fordert in der Talkshow-Debatte mehr Verantwortung von Journalisten

    Quelle:
    http://www.deutschlandfunk.de/tv-carolin-emcke-fordert-in-der-talkshow-debatte-mehr.2849.de.html?drn:news_id=891333

    Gefällt mir

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