Schuldenkrise?
Diese > Rede erklärt einiges, fast alles! > Martin Schulz, Präsident des Europäischen Parlaments, 22.05.2013
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„Sehr geehrte Damen und Herren,
Steueroasen, Briefkastenfirmen, Offshore-Konten, Steuersünder-CDs, Schwarzgeld und Strohmänner – was die „Offshore-Leak-Dokumente“ ans Licht brachten, klingt nach einem Kriminalroman. „Die dem Fiskus entzogenen Gelder sind das große schwarze Loch in der Weltwirtschaft„, so bezeichnete es ein Journalist einer großen deutschen Tageszeitung, Heribert Prantl, treffend. Tagtäglich betrügen internationale Firmen und Privatpersonen die Allgemeinheit um Milliarden. Jedes Jahr gehen in der EU seriösen Schätzungen zufolge sagenhafte eine Billion Euro durch Steuerbetrug und Steuerflucht verloren.
Pro Jahr und EU-Bürger sind das 2000 Euro. Vier Mal so viel, wie in der EU für Bildung ausgegeben wird.
Steuerhinterziehung ist kein Kavaliersdelikt.
Steuerhinterziehung ist eine schwere Straftat, die aufgrund langer Verfahren und niedriger Strafen fast risikofrei ist, der Allgemeinheit aber einen gewaltigen Schaden zufügt.
Erster Schaden: Diese eine Billion Euro fehlt in den nationalen Staatshaushalten und vergrößert dadurch das Haushaltsdefizit. Würden alle Steuern eingetrieben, könnten binnen eines Jahrzehnts die Staatsschulden in Europa beglichen werden. Es ist also genug Geld da, um Schuldenberge abzutragen, in Wachstum zu investieren und Jugendgarantien zu bezahlen – wenn wir alle Steuergelder eintreiben.
Zweiter Schaden: Ein großer Teil dieser, an den Finanzämtern vorbei geschleusten Gelder, fließt in Finanzaktivitäten, vergrößert damit die Liquidität auf den Finanzmärkten und trägt so zu gefährlichen Blasenbildungen bei.
Dritter Schaden: Steuerbetrug untergräbt die Solidarität innerhalb der Staaten und zwischen den Völkern. Erlauben Sie mir, Premierminister Samaras, ihr Land als Beispiel zu nehmen, um dieses Problem kurz zu skizzieren. Die normalen Bürger in Griechenland haben in den vergangenen Jahren schmerzhafte Opfer in Form von Lohneinbussen oder Leistungskürzungen auf sich nehmen müssen und Bürger anderer EU-Länder stehen Griechenland mit ihrem Steuergeld in Form von Garantien zur Seite. Gleichzeitig sind Milliarden von griechischen auf schweizer Bankkonten abgeflossen. Wie soll man das den normalen griechischen Bürgern, wie soll man das normalen EU-Bürgern erklären?“ (…)
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Wir können also zur Rede von Herr Schulz im festhalten:
Offshore-Leak – Kriminalroman – Die dem Fiskus entzogenen Gelder sind das große schwarze Loch in der Weltwirtschaft– Tagtäglich betrügen internationale Firmen und Privatpersonen die Allgemeinheit um Milliarden – Jedes Jahr gehen in der EU seriösen Schätzungen zufolge sagenhafte eine Billion Euro durch Steuerbetrug und Steuerflucht verloren – der Allgemeinheit aber einen gewaltigen Schaden zufügt – Diese eine Billion Euro fehlt in den nationalen Staatshaushalten und vergrößert dadurch das Haushaltsdefizit. Würden alle Steuern eingetrieben, könnten binnen eines Jahrzehnts die Staatsschulden in Europa beglichen werden – Steuerbetrug untergräbt die Solidarität innerhalb der Staaten und zwischen den Völkern.
Wer jetzt noch Fragen zum > Länder-Bashing durch Politiker und bestimmter Medien oder auch Journalisten hat, der sollte sich an den > Presserat wenden und nachfragen, ob bestimmte Organe gezielt die Bürger täuschen! Womöglich handelt es sich um eine der größten Täuschungsmanöver seit langem!
Sollte dies nicht zutreffen, könnte man fragen, ob die Allgemeinbildung mancher Politiker, Medien, Journalisten so gering ist, dass Zusammenhänge nicht erkannt werden, vorenthalten werden oder gezielt ignoriert werden!
Es bleibt spannend zum > Thema OffshoreLeaks!
Ebenso kann man nur hoffen, dass sich EU Politiker gegen die Moneypulation durchsetzen können!
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